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Und genau diese Wahrscheinlichkeitsverteilung ist, was Physiker bei Elementarteilchen beobachten, und gerade das, was die Heisenberg’sche Unschärfe ausdrückt: Die Welt der Quanten ist eine Statistik, sie ist nicht definiert, insofern wir das betreffende Teilchen nicht genau anschauen. Von der Ferne gesehen sieht ein Elektron manchmal aus wie ein punktförmiges Teilchen und manchmal wie eine Welle. Es scheint ein Teilchen, wenn wir es z. B. mit einem Positron kollidieren lassen, um Gammateilchen zu erzeugen. Doch es scheint eine Welle, wenn wir das berühmte Schlitzexperiment durchführen und das Elektron zur gleichen Zeit durch zwei relativ weit voneinander entfernte Schlitze hindurch gleitet und hinter der gelöcherten Schlitzscheibe mit sich selbst interferiert, so als wäre es kein Punktpartikel, sondern eine Partikelwelle. Das Bose-Einstein-Kondensat (siehe dazu auch eine umfassende Beschreibung in meinem Buch Null Kelvin [Bohmeier Verlag, Lübeck]) hat bewiesen, dass Materie unter Quantenbedingungen (bei Null Grad Kelvin) die Form einer Welle annimmt, während sie in der thermischen Raumzeit jedoch aus Partikeln besteht. Mit der oben erklärten statistischen Idee der Zeitoberfläche ist
es nun leicht zu verstehen, warum die Welle-Teilchen-Dualität – wie
diese wechselhafte Erscheinungsart orthodox genannt wird – so ist, wie
sie ist. Ein Elektron ist also zur selben Zeit (linear gesehen, zu verschiedenen
Zeiten eines linearen Daseins) einmal ein Partikel und einmal eine Welle. Das
ist so, weil es in Wirklichkeit gar keine lineare Zeit gibt. Lineare Zeit existiert
nur für den jeweiligen Raumzeit-Beobachter. Das Elektron aber existiert
in einer Zeitoberfläche, wo es im selben Augenblick verschiedene statistische
Zustände annimmt, da es diesen gewissen Augenblick für das Elektron
gar nicht gibt. Es handelt sich um eine Oberfläche mit unzähligen
Augenblicken zur selben Zeit. Wir makroskopischen Raumzeitwesen sind aber wegen
unserer Größe und Thermik unfähig, zur selben Zeit all diese
statistischen Zustände wahrzunehmen, und sehen jedes mal nur einen einzigen
Zustand, je nachdem, wie wir uns verhalten. |
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